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Hell yeahh.. was für ein Tag im Staub!!

Als das Sonnenlicht den Schatten der Nacht in die Flucht schlug, die Müdigkeit in den Gesichtern der Anspannung wich, spätestens dann wurde klar…

its RACEDAY!!



Round TWO des Bergamont Downhill Cup MV stand an.

Die feinsten Zutaten für den 2. Gang des Bergamont-Menue‘s voller Action waren gegeben. Ein bestens präparierter Racetrack im bunten Gewand zahlreicher Banner der Sponsoren und Unterstützer.

Ein Streckenabschnitt, genannt das Fragezeichen, eine asymmetrische Kurve mit abschließendem Steinfeld, welches ruhige Drahtesel bocken und zu wilden Mustangs mutieren ließ und nicht zuletzt Kommentator Jens Milhahn der die Meute ins Tal treiben sollte.

Erik Schellhorn vom Dirt Force e.V. - Foto: Clemens Lange Pünktlich zum Nachmittag gingen die Youngsters an den Start. Darunter der Auftaktgewinner Jakob Neubauer vom Unterholz e.V. Für den sympathischen Teterower lief der 1. Wertungslauf alles andere als geplant.
Nach einem Sturz im ersten Streckendrittel konnte er den Lauf nach technischem Defekt nicht ins Ziel bringen.20

Im 2. Anlauf klappte es deutlich besser und mit der Zeit von 43,322 sec. war der 3te Podiumsplatz sicher.
Vom Start weg fokussiert sicherte sich Erik Schellhorn (Dirt Force e.V.) in 0:38,903 sec. die Laufbestzeit. Er verwies das Berliner Talent Robin Schlüter auf den 2. Platz. (41,737 sec.)

Bemerkenswert waren auch die Leistungen der beiden jüngsten Racer Jan Tjorven Kampeier und Nick Hempel. Nick bewältigte die Downhillstrecke souverän mit einem 20“ MTB und beeindruckte die Zuschauer mit seiner Fahrtechnik.





Bei den Ladies heizte Patricia Rupp aus Karlsruhe ihrer Konkurrenz kräftig ein und knallte mit ihren 39,529 sec. einen Rennlauf hin, der nicht nur ihren Konkurentinnen sondern auch einigen Herren der Schöpfung zu denken gab.

Mit viel Style unterwegs und dazu verdammt schnell, Patricia Rupp aus Karlsruhe - Foto: Clemens Lange Die für das Zweirad Hassemer Team startende Sarah Gerlach wirkte im ersten Run ziemlich verkrampft und konnte die 40sec Marke nicht knacken. Nach Patricia Rupp’s Fabelzeit stand die derzeit im Cup Führende enorm unter Zugzwang. Heimstrecke, Cup-Führende und einen Racerun um klarzustellen wer die First Lady des Bergamont Downhill Cup’s ist.
Am Ende lieferte Sarah unter Druck eiskalt ab, 39,189 Sekunden! Heimsieg mit 0.34 Sekunden Vorsprung. Im Ziel angekommen freute sie sich riesig über den Sieg. „Ich bin total happy, dass ich noch den Sieg holen konnte. Es ist immer besonders schön vor den Augen meiner Family und Freunde solch ein tolles Rennen zu gewinnen.“ v.l. Patricia Rupp, Sarah Gerlach, Anja Funke - Foto: Clemens Lange

Besonderen Respekt verdient die Berlinerin Anja Funke. In der Vorwoche stürzte sie schwer beim Training und erlitt dabei eine Gehirnerschütterung. Am Start biss sie die Zähne zusammen und brachte 2 saubere Runs ins Tal.

Die Belohnung dafür, 75 wertvolle Meisterschaftspunkte und Platz 3.

Würde es einen Speed ´n Style Award geben, dann ginge dieser an Patricia Rupp. Top!

Mädels.. Ihr macht Spaß beim Zuschauen, weiter so!!

Bei den ungefederten Jungs gab es so einige Überraschungen. Die größte lieferte Frank Stegemann vom Dirt Force e.V. Neben der guten Trainingsvorbereitung, seinem Fully Bike, hatte Frank auch sein Hardtail im Gepäck. Dies ging sofort für ihn auf. Er setzte im 1. Wertungslauf die Bestmarke mit 37,658 sec. Im zweiten Durchgang patzte er, doch seine Hammerzeit aus dem ersten Lauf sollte halten und ihm den Heimsieg sichern.

Foto: Daniel Fabian Ein neues Gesicht in der Rennserie ist Thomas Kunkel, der Potsdamer ließ spektakulär den Dreck fliegen und wollte sich noch nicht geschlagen geben. Im ersten Lauf noch drei Zehntel hinter Stegemann, setzte Kunkel alles daran die Bestmarke zu unterbieten. Mit dem Messer zwischen den Zähnen flog er in das untere Streckendrittel ein, vor ihm liegend die Streckenpassage „das Fragezeichen“, eine rechts Kurve deren Ausgang direkt in ein Steinfeld führt, er traf eine gute Linie, holte noch einmal alles raus und fuhr ins Ziel. Gebannt lauschten die Zuschauer dem Kommentator, dieser verkündete die Zeit von 37,683 sec.

Das waren gerade mal 3 hundertstel langsamer als Frank Stegemann.

Neuer Local-Hero und Gewinner der Hardtail Klasse ist Frank Stegemann vom Dirt Force e.V. Das Podium rundete Volker Michael ebenfalls Dirt Force e.V. ab. Er führt in der Gesamtwertung souverän mit 150 Punkten.

Leider fand die zweite Runde des Downhill Cup’s ohne den großen Favoriten Christian Engel vom Dirt Force statt. Der enorme organisatorische Aufwand der Veranstaltung ließen einen Start der „Flatpedal-Machine from Woggersin“ nicht zu. Wir freuen uns auf den dritten Renntag und einen fokussierten Vereinsvorsitzenden, der „raceready“ wieder nach der Bestzeit jagt.



Bei den Big Bikes in der Fullsuspension-Klasse ging es wie erwartet heiß her. Bereits in den Trainingruns konnte man die ersten Favoriten ausmachen. Einer von ihnen war Carsten Wulff. Der sympathische 22jährige ist vor kurzem in die Region am Tollensesee gezogen und mit seinem schnellen und sauberen Fahrstil enormes Potential mitgebracht.

Als er im ersten Rennlauf in den Sichtbereich der Zuschauer einbog war sofort sein Topspeed zuerkennen. Es musste eine Mörderzeit werden.
Die Zuschauer flippten aus als er den Wallride im besagten „Fragezeichen“ nahm, dabei schielte sein Vorderrad schon über den Wallride hinaus. Es waren nur wenige Zentimeter, die in diesem Augenblick zwischen Bestzeit oder potentiellem Organspender lagen.
Perfektes Timing und seine enorme Bikebeherrschung sorgten für einen super Ausgang und er finishte den ersten Wertungslauf in 35,472 sec. …Bestzeit!

Mit den Berlinern Dirk Kaufmann, Peer Gumin, dem Rostocker Marcus Kalle und Dennis „Pipo“ Hanta aus Teterow, waren jedoch unerbittliche Konkurrenten angereist. Dirk Kaufmann (Xtremesports Potsdam) musste, wegen technischen Problemen, seinen „gefühlt“ schnellsten Lauf wiederholen und konnte den Ausgang des Rennens nichts mehr beeinflussen. Der amtierende Landesmeister Dennis Hanta (Team Zweirad Hassemer) fuhr 2 schnelle, solide Läufe und verfehlte nur knapp das Podium.

Carsten Wulff’s Bestzeit stand also immer noch und es gab nur noch 2 Racer, die diese Bestmarke schlagen konnten. Als erster der „Big Gunz“ startete Peer Gumin (Nox Cycles / Xtremesports Potsdam). Seine Berliner Mitstreiter von Downhill Berlin waren kaum noch zu halten, als Peer mit einer abartig kranken Speed ins letzte Streckendrittel kam. Die Schlüsselstelle des Rennens, das inzwischen berühmt, berüchtigte „Fragezeichen“, kam näher. Trotz Problemen im ersten Lauf, an eben dieser  Stelle, hielt der Nox-Fahrer kompromislos mit Highspeed in die Kurve, durchfuhr knappe "25m" des Wallride und nahm den Topspeed mit auf die letzten Meter der Strecke. Dann herrschte sekundenlange Stille. Spannung pur denn alle konnten die Sensation riechen… 34,618! Boom! Absolute Bestzeit, Streckenrekord …und die Berliner Fankurve geht massiv steil.

Für den Gewinner des 1. Cup-Rennens, Marcus Kalle hieß es jetzt „All in“! …und Marcus gab alles. In diesem Fall sogar etwas zu viel. Superschnell und mit neuem Bike schoss er in den 180° Anlieger vor dem Fragezeichen, der im Laufe des Tages immer weniger Grip bot. Marcus verlor den Grip auf dem Vorderrad und damit auch den Kampf um den Tagessieg.

Für die Überraschung des Tages sorgte der Berliner Michael Steuer. Eher bekannt für die „Big Jumps“ auf den Slopestyleparcours, fuhr er mal eben, mit viel Spaß und einer Zeit von 36,009sec. auf Rang 3.

Die Fronten waren geklärt: Peer Gumin auf dem Topspot, Carsten Wulff auf Platz 2 und Michael Steuer komplettiert das Podium mit dem 3. Platz. Peer Gumin sichert sich mit diesem Hammerlauf gleichzeitig die Führung in der Cup-Wertung. Auf Rang 2 in der Gesamtführung steht Marcus Kalle gefolgt vom Dirt Force-Member Carsten Wulff auf Platz 3.



Das „Fragezeichen“ hat seinem Namen am letzten Wochenende alle Ehre gemacht und den Racern jede Menge Kopfzerbrechen bereitet. Nachdem es zahllose Pedalpins, Chainguides und Kettenblätter gefressen hat, forderte es auch von den Fahrern seinen Tribut ein.
Ein tapferer Berliner brach sich dort das Schlüsselbein und Gunnar Dettmann (Unterholz Teterow) brach sich sein Handgelenk. Wir wünschen den beiden „Jungs“ eine schnelle und gute Besserung. Kommt schnell wieder auf die Beine.

Nach all dieser Aktion an einem heftigen Rennwochenende bedanken wir uns bei allen Fahrern für die spannende Show. Vielen Dank an alle Helfer, die für einen fast reibungslosen Ablauf und für den Wohlfühlcharakter mit Kaffee und Kuchen, beziehungsweise Wurst, gesorgt haben.

Ganz besonders bedanken wir uns bei der mobilen Arbeit der Caritas für die Mithilfe während der Organisation. Beim Arbeiter Samariterbund für die Medizinische Versorgung unserer gefallenen Racer. Vielen Dank auch an Flash Veranstaltungsservice der dafür gesorgt hat, dass sich das Spektakel  so gut angehört hat, wie es aussah und an Bodycheck *Jeans & More*, die es ermöglicht haben die Veranstaltung auf diesem Nivea laufen zu lassen.

So, und jetzt kommt die Vorfreude… auf Runde 3 in Teterow! Wir sehen uns…

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Ein dickes Danke an die Fotografen Daniel Fabian und Clemens Lange!!